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Der Tod von Osiris hinterließ ein Machtvakuum - seine Frau Isis war nicht in der Lage, sich Set zu stellen, da sie hochschwanger war, und so breitete Set seine neue Macht über die Welt aus. Im Verborgenen brachte Isis ihren Sohn Horus zur Welt. Da sie wusste, dass Set versuchen würde, seiner habhaft zu werden oder ihn wie den Vater zu ermorden, legte sie das Baby in einen Korb und ließ ihn auf den Nil hinaus treiben. Sterbliche fanden das Kind und nahmen sich seiner an - so wuchs Horus auf und hielt sich selber für einen Menschen.
Mit ihrem Sohn in Sicherheit machte sich Isis auf die Suche nach Osiris. Sie fragte jeden, ob er den Sarg gesehen hätte, doch keiner der Erwachsenen konnte sich daran erinnern. Nur eine Gruppe von Kindern vermochte ihr zu berichten, dass sie Set beobachtet hätten, wie er einen großen Klumpen Blei in den Fluß warf. Aus Dankbarkeit verlieh Isis allen Kindern der Welt daraufhin die Gabe, solche Wahrheiten auszusprechen, die ihre Eltern vergessen hatten.
Mit ihren eigenen machtvollen Fähigkeiten gelang es Isis, den Sarg ihres Gatten den Fluß hinab bis zur phönizischen Stadt Byblos zu verfolgen. Hier war er von einem mächtigen Baum in dessen Stamm eingeschlossen worden. Und gerade diesen Baum hatte Melkart, der Gottkönig von Byblos, fällen lassen, um ihn als Pfeiler in seinem Palast aufzustellen.
Isis suchte die Gesellschaft und das Vertrauen der Königin, indem sie in deren Dienst trat, und berichtete ihr schließlich, wer sie war und was mit Osiris geschehen war. Die Königin hatte Mitleid mit der Göttin und überredete ihren Mann, den Pfeiler einzureißen und so den Sarg freizulegen. Isis nahm den Leichnam ihres Gatten und brachte ihn zurück nach Ägypten, wo sie ihn durch Zauberei wieder zum Leben erweckte.
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Horus
Der Sohn von Isis und Osiris wird als Mann mit einem Habichtskopf oder gänzlich als Vogel dargestellt. Er vollzog die Rache an Set, dem Mörder seines Vaters, und überzog dabei die Welt der Götter und der Menschen mit Krieg.
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